Geschichte
Geschichtliches über Kasten bei Mondsee
Im Jahre 748, wurde das Benektinerstift Mondsee gegründet.
Dieses Stift bestand bis 1791. Das zum Kloster gehörige Umland (heute sieben Gemeinden) waren in Ämter unterteilt. Das Gebiet zwischen Mondsee und Zell am Moos wird im ältesten Urbar des Klosters aus dem Jahre 1416 "Officium Casten" genannt - Amt Kasten.
Der Amtmann war nicht von den Bewohnern gewählt, sondern wurde vom Kloster bestellt - er war "Beamter".
Ungefähr im Mittelpunkt dieses Gebietes, wo die Zellerache aus dem sumpfigen Ufer des Irrsees rinnt und seinen Lauf zum Mondsee beginnt, stand die Zehent-Sammelstelle für die Bauern der Prieler Huet (westlich der Ache) und der Hingerer Huet (östliche der Ache).
Neben dem Kasten dieses Amtes standen der Hof "Kastenleiten" und das "Fürlehen zu Kasten" - das "vordere Lehen zu Kasten"
(im Mondseeland wird statt Vorhang - Fürhang, statt vorgehen - fürgehen u.s.w. gesagt).
Außerdem lagen die "Mühlen zu Kasten" und das Haus des Fischers zu Kasten (Ach-Fischer), daneben.
Der Kasten wurde vom Kastner und einem Kastenknecht betreut.
Als die Zehentleistungen durch Geldgaben (Steuern) ersetzt wurden, entstand allmählich aus dem Kasten ein Gasthaus.
In alten Zeiten mag der Platz vielen Menschen Sorge und Kummer bereitet haben, heute ist der modern geführte Landgasthof "Kasten" für jeden eine Stätte des Wohlbehagens.
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